Blau-Weiss-Grevesmühlen > Nachrichten

Siebenkampf Perleberg

Gesa Dobbberschütz

Am Samstag und Sonntag nahmen 3 Leichtathletinnen vom SV Blau-Weiß Grevesmühlen zum ersten Mal an einem 7-Kampf beim 35. Jahnsportfest in Perleberg teil. Am Sonntag wurden auch Einzeldisziplinen angeboten, so dass noch eine weitere Athletin die Chance bekam, um auf Bestleistungsjagd zu gehen.

Der 7-Kampf in der weiblichen U16 besteht aus 80m Hürden, Hochsprung, Kugelstoßen, 100m am 1. Tag, sowie Speerwurf, Weitsprung und 800m am 2. Tag. Furios startete Gesa Dobberschütz in der ersten Disziplin, den 80 m Hürden der W 14. Hier zeigte sie eine deutliche Steigerung zu den vorherigen Wettkämpfen. Gesa verbesserte sich um fast eine halbe Sekunde auf 13,37 Sekunden. Lona Quednau kam in 14,86 sek. ins Ziel und stellte auch eine neue Bestleistung auf. Von einer Erkältung angeschlagen ging Laura Holstein in den Wettkampf. Sie lief dennoch in 15,02 sek. Bestzeit. Im anschließenden Hochsprungwettbewerb musste Lona verletzungsbedingt passen, da sie sich leider eine Zerrung über die Hürden zuzog. Dafür wuchs Laura über sich hinaus, verbesserte sich um 7 cm auf 1,42 m und sammelte wertvolle Punkte für ihre Zielsetzung von 2.800 Punkten. Sie konnte damit ihrem Trainer Siemund auch zeigen, dass sich die technischen Feinheiten aus dem Trainingslager in den Osterferien in Malente, langsam stabilisieren und festigen. Noch höher ging es für Gesa hinaus. Sie übersprang 1,54 m und tuschierte leider bei 1,57 m leicht die Latte, was neue Bestleistung bedeutet hätte. In der 3. Disziplin des Tages, ging es in den Kugelstoßring. Es wartete für Laura und Gesa die erste richtige Herausforderung, da die Wurfdisziplinen nicht zu den stärksten der beiden gehören. Das Ziel von 6,00 m für Laura, schaffte sie fest auf den Punkt genau mit 6,05 m. Auch Gesa erfüllte ihre vorgegebene Weite von 7,00 m deutlich mit 7,59 m. Lona stieß die 3 kg schweren Kugel auf 8,18 m. Am Ende des Wettkampftages standen noch die 100 m auf dem Zeitplan. Mit guten 13,35 sek. stellte Gesa ihre Bestleistung ein. Laura lief in 14,31 sek. sogar wieder Bestzeit. Zur „Halbzeit“ standen für Gesa nach 4 Disziplinen 1.939 Punkte und für Laura 1.632 Punkte im Ergebnisprotokoll. Der sehr böige Wind, machte allen 7-Kämpferinnen am 2. Wettkampftag schwer zu schaffen. Leicht nervös starteten auch die Blau-Weiß Athletinnen in den Speerwurf. Im ersten Durchgang noch mit technischen Schwierigkeiten, lief es im zweiten Versuch für Gesa mit 22,18 m besser. Obwohl sie gerne 1-2 Meter weiter geworfen hätte, war diese Weite bei den Bedingungen schon sehr gut für sie. Laura nutzte im dritten Durchgang ihre Gelegenheit und verbesserte sich auf 15,31 m und blieb nur 20 cm unter ihrer Bestleistung. Auf gute 26,28 m warf Lona den 500g Speer. Bei der vorletzten Disziplin, dem Weitsprung, war nochmals volle Konzentration von allen Aktiven gefordert. Gesa kam ein bisschen besser zurecht, als am Wochenende zu vor in Greifswald. Sie sprang konstant und mit 4,53 m konnte Gesa einen soliden Sprung in die Wertung bringen. „Dennoch ist hier mit ein bisschen mehr Techniktraining, deutlich mehr möglich. Obwohl es zeitlich beim Training schwierig für die Athleten und Trainer ist, alle Disziplinen gleichmäßig zu trainieren.“ So Trainer Siemund. Mit 4,23 m stellte Laura auch hier eine neue Bestleistung auf. Im abschließenden 800 m Lauf quälten sich alle Mehrkämpferinnen um die 2 Stadionrunden. In einem spannenden Lauf, zeigte Gesa ein sehr gutes Rennen und konnte auf der Zielgeraden zum Endspurt ansetzen und gewann in guten 2:35,98 min. nach zwei anstrengenden Tagen. Laura war über diese Strecke die Schwächung durch die Erkältung anzumerken, trotzdem lief sie ein engagiertes Rennen und kam in 2:51,61 min. ins Ziel. In der Endabrechnung verpasste Gesa nur um 61 Punkte die Norm für die Deutschen Meisterschaften im 7-Kampf. Sie kam im Gesamtklassement auf sehr gute 3.339 Punkte und gewann damit die Goldmedaille. Laura sammelte gute 2.846 Punkte und gewann hinter Gesa die Silbermedaille. „Der 7-Kampf ist schon eine echte Herausforderung für diese jungen Athletinnen. Gesa und Laura können sehr stolz auf sich sein, dass sie hier so einen super Wettkampf abgeliefert haben. Mit diesen Punktzahlen hätte ich am Anfang des Jahres kaum gerechnet. Aber es ist sehr schön, wenn die Athleten einen immer wieder überraschen können und über sich selbst hinauswachsen. Natürlich ist es auch sehr schade, dass sich Lona verletzt hat und den Wettkampf nicht komplett beenden konnte. Auch Saskia Ditz muss noch eine Sprunggelenksverletzung auskurieren, die hier in Perleberg gerne gestartet wäre. Wir wünschen den Verletzten eine schnelle Genesung, damit sie wieder ins Training einsteigen können.“ So Trainer Siemund.

 

In den Einzeldisziplinen am Sonntag steigerte sich Johanna Burmeister in der W 15 auf 26,59 m und konnte damit zeigen, dass die Form in diesem Jahr langsam aber sich nach oben geht. Mit dieser Weite gewann sie die Bronzemedaille. Auch mit dem Diskus klappt es immer besser bei Johanna. Sie gewann ebenfalls die Bronzemedaille mit neuer Bestleistung von 22,24 m.

In 14 Tagen können Laura Holstein und Gesa Dobberschütz vielleicht nochmals auf Punktejagt gehen, wenn sie eine Startberechtigung außerhalb der Wertung, bei den Landesmeisterschaften von Schleswig-Holstein im 7-Kampf in Lübeck bekommen.

Zurück